< Besuch beim WIIW
28.02.2014 19:15

ASFINAG

Das österreichweite Kontrollzentrum der ASFINAG - verantwortlich für den Betrieb, die Erhaltung, Bemautung, Planung, Bau und Finanzierung von Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich - hat der CdH im Februar besucht.


Dr. Josef Fiala, Grschäftsführer der ASFINAG Service Gmbh der die Handelsräte im Kontrollzentrum Inzersdorf begrüßte, gab Einblicke in die Struktur und die vielfältigen Aufgabengebiete des Unternehmens: "Die ASFINAG wurde 1982 gegründet und ist eine Gesellschaft des Bundes. Wir betreuen derzeit 2.178 Kilometer Autobahnen und Schnellstraßen, aber wir finanzieren uns im Wesentlichen aus den Mauteinnahmen unserer Kunden. Es gibt also keine Zuschüsse aus dem Staatsbudget. Alle Mauteinnahmen gehen direkt wieder in den Betrieb und Bau des Streckennetzes und damit in die Erhöhung der Verkehrssicherheit."

2014 investiert die ASFINAG 880 Millionen Euro in Neubau und Erweiterungen sowie in die Erhaltung bestehender Strecken, bis 2019 sind insgesamt 6,5 Milliarden für das hochrangige Netz vorgesehen. "Wir sind überzeugt davon, dass eine modern und nachhaltig ausgebaute Infrastruktur entscheidend ist sowohl für die Mobilitätsbedürfnisse jedes Einzelnen als auch für den Wirtschaftsstandort Österreich. Mit dem Einsatz neuer Technologien und Innovationen wollen wir Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen zu den sichersten in Europa machen", erklärte Dr. Fiala. 

Hightech-Tunnelüberwachung

Gegenwärtig betreibt die ASFINAG ein Streckennetz mit 2.178 Kilometern Länge. Derzeit sind 153 Tunnelanlagen mit einer Gesamtlänge von rund 360 Kilometern in Betrieb. Traffic Manager, Mag. Hartwig Hufnagl legt dabei Wert auf die modernsten Technologien: "Eine Reihe hochtechnologischer Systeme, zum Beispiel Videobildauswertung, Brandmeldesensoren, Thermoscanner oder das akustische Tunnelmonitoring ermöglichen eine rasche Reaktion im Störungsfall." Ferner unterstützen elektromaschinelle Maßnahmen wie optimierte Belüftung, leicht erhöhte LED-Beleuchtung entlang der äußeren Fahrspurbegrenzung und die deutliche Kennzeichnung der Fluchtwege eine sichere Fahrt durch den Tunnel.

 "Mikrofone und Videokameras liefern Daten an eine spezielle Datenbank. Die eigene Software kann typische Verkehrsgeräusche von untypischen, wie sie etwa bei Zusammenstößen oder Vollbremsungen passieren, unterscheiden. Bei Alarm wird die dem detektierten Geräusch nächste Videokamera automatisch aktiviert. Die Mitarbeiter in der Tunnelüberwachungszentrale können sofort reagieren", erklärte Mag. Hufnagl.

Auf plötzliche, unvorhersehbare Ereignisse - ob im Tunnel oder auf der freien Stecke - kann prompt reagiert werden. Zum Beispiel können bei einem Unfall Empfehlungen für Ausweichrouten kommuniziert werden, nicht zuletzt aufgrund der engen Zusammenarbeit mit den Blaulichtorganisationen und Österreichs größtem Radiosender, Ö3.

Verkehrs-, Fahrbahnzustand, Wetter und Umfelddaten (Lärm- und Schadstoffe) werden gemessen, flexibel und anlassbezogen werden daraus Geschwindigkeitslimits, Überholverbote, Warnungen und Informationen abgeleitet. Einige Schaltungen erfolgen automatisch; vieles wird von den Operatoren übernommen. Diese sind rund um die Uhr in der zentralen Verkehrssteuerung Inzersdorf im Einsatz und haben Überblick über das Netz der ASFINAG. Überwacht wird das Verkehrsgeschehen auf einer großflächigen Video-Wall im Herzstück des Kontrollzentrums, die Michael Schneider, Koordinator des nationalen und internationalen Traffic Managements, den Handelsräten eindrucksvoll vorführte.

Neu:  Traffic Managers

Pannenhilfe, Unfallabsicherung und Streckenkontrolle, das sind nach den ersten 100 Einsatztagen die häufigsten Aufgaben der Traffic Manager. Durch die Traffic Manager findet Verkehrsmanagement da statt, wo es notwendig ist: Auf der Straße im innerstädtischen Verkehrsknotenbereich. 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Die Wiener Stadtautobahnen sind die meistbefahrenen Straßen Österreichs. Mehr als  200.000 Fahrzeuge täglich sind im Großraum unterwegs. Schon ein kleiner Vorfall wie ein liegengebliebener Pkw kann im dichtbefahrenen Betreuungsgebiet (180 Kilometer Streckenlänge) große Auswirkungen haben.

 


unterstützt von:

 

 

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: office@handelsraete.com